Merch

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Dieser Text stammt von Christian Ruhm, Inhaber von www.bandstuff.de

Als Band oder Künstler möchte man seine gewonnenen Fans noch enger an sich binden, um damit den Name und Bekanntheitsgrad zu steigern. Das lässt sich wunderbar über Fanartikel, sogenannte Merchandiseartikel, realisieren und bringt sogar noch den ein oder anderen Euro für die Bandkasse.

Was tun also, wenn ein Bisschen Geld übrig ist und man dies in Merch investieren will? Was sollte man auf jeden Fall als Band haben und was muss nicht unbedingt mit im Merchprogramm dabei sein. Hier bekommt Ihr ein paar Tipps, was momentan als Werbematerial so über die Merchstände der Bands und Künstler geht, was zur Grundausstattung des Bandmerchandise gehören sollte und über welche Wege man diese am besten an seine Fans bringt.

Der Klassiker:
Das Bandshirt ! Ist nach wie vor der Klassiker unter den Merchandiseartikeln.
Jede Band, die etwas auf sich hält, hat ein eigenes Shirt mit Ihrem Bandlogo, welches dann auf den Konzerten zum Verkauf angeboten wird. Der große Vorteil bei Shirts ist die riesige wandelnde Werbefläche, die Euch in diesem Falle zur Verfügung steht. Denn wenn das Shirtmotiv grafisch und zielgruppengerecht gut gestaltet ist, ist es in jedem Fall ein Hingucker und die Leute fragen eventuell den Träger, was das für eine Band ist oder wo er das Shirt gekauft hat. Euer Fan, der das Shirt trägt, wird natürlich voller Inbrunst erzählen, wo er das Shirt gekauft hat und was Ihr für eine geniale Band oder Künstler seid. Eventuell kann er den Interessenten sogar durch das Gespräch überreden, sich Eure Mucke im Netz anzuhören oder mit auf ein Konzert von Euch zu gehen. Shirts sind auf jeden Fall der Mechartikel, mit dem sich für die Bandkasse auch ein bisschen Geld verdienen lässt und der gleichzeitig auch ein super Werbeträger ist.

Textildrucktechniken:

Traditionell werden Shirts vor allem im Siebdruck bedruckt siehe auch hier.

Dieses Verfahren eignet sich am Besten für Auflagen ab 30-50 Stück.

Aber es kommen auch sog. Textiltransfers zur Anwendung, die qualitativ besser sind als viele glauben. Siehe hier.

Dieses Verfahren eignet sich bereits für ganz kleine Auflagen ab einem Stück und findet vor allem auch Anwendung beim Bedrucken von Caps.

Buttons:
Buttons waren vor allem damals zu Zeiten der Punk Bewegung extrem „in“. Jahre danach interessierte der Winzling unter den Werbeartikeln lange niemanden mehr, bis er vor einigen Jahren wieder aus der Versenkung auftauchte und Bands und Künstler ihn wieder als Merchandiseartikel für sich entdeckten. Buttons sind eigentlich so genannte Goodies, die man meiner Meinung nach nicht unbedingt verkaufen, sondern am besten zu einem gekauften Shirt mit dazugeben sollte oder zu einer gekauften CD. Das erhöht meist auch den Kaufanreiz der Fans und diese freuen sich darüber und pinnen sich den Button dann an Tasche, Hose, Mütze usw. Die Werbefläche ist bei diesem Artikel nicht so groß, also ist der Werbefaktor hier auch nicht so hoch, allerdings als kleine Zugabe, also als Goodie, verfehlt es seine Wirkung bei den Fans auf keinen Fall. Diese erzählen das eventuell auch wieder Ihren Freunden weiter, dass sie den Button noch dazu bekommen haben und somit seid Ihr wieder im Gespräch.

Druckverfahren und Herstellung:
Buttons werden in kleineren Stückzahlen meist im Digitaldruck hergestellt. D.h. das Motiv wird auf Papier im Digitaldruck gedruckt (bei größeren Stückzahlen kommt der Offsetdruck zur Anwendung), nach dem Druck kreisrund ausgestanzt und dann mit den Metallrohlingen des Buttons und einer Schutzfolie mittels einer Handpresse miteinander verpresst. Siehe dazu auch hier.

Aufkleber:
Aufkleber sind ebenfalls eine sehr sinnvolle Investition, da diese auch bestens als Werbeträger geeignet sind. Man sollte allerdings bei Aufklebern auch so verfahren wie bei den Buttons, diese also eher als Goodis benutzen als zum regulären Verkauf. Denn irgendwie ist es scheinbar ein menschlicher Urinstinkt, dass jeder Aufkleber – egal was für einer das ist – irgendwo hin geklebt werden muss. Und genau dieser Instinkt ist perfekt für Euch, denn wenn jemand bei Euch einen Aufkleber bekommt, klebt er ihn mit Sicherheit an eine Stelle, wo man ihn gut sehen kann. Der Besitzer dieses Aufklebers will ja jedem zeigen: Schau her, das ist meine Einstellung und diese Band oder Künstler finde ich geil.

Druckverfahren:
Aufkleber, so genannte Sticker für Außenwerbung, wurden ursprünglich meist ganz klassisch im Siebdruck hergestellt.
Da dieses Verfahren allerdings sehr kostenintensiv ist und sich erst ab hohen Auflagen lohnt, gibt es seit Jahren auch die Möglichkeit, Aufkleber im Offset – und im Digitaldruck herzustellen, die über einen längeren Zeitraum outdoorfähig sind.
Der Siebdruckaufkleber ist ohne Frage der haltbarste Aufkleber unter den sogenannten Outdooraufklebern (Aufkleber, die speziell für die Außenwerbung gedacht sind). Aber wie schon erwähnt ist es auch bei Offsetaufklebern möglich, mit einer speziellen Veredelungstechnik und Druckfarbe einen Aufkleber mind. 1-2 Jahre outdoorfähig zu produzieren. Durch das Offsetverfahren sinkt der Herstellungspreis enorm für die Aufkleber.
Genau so wie im Digitaldruck, bei dem der große Vorteil darin liegt, dass man schon bei einer geringen Auflage meist schon ab zehn Stück kostengünstig produzieren kann.
Mittlerweile steht der Digitaldruck qualitativ dem Offsetdruck kaum noch in etwas nach.

Andere Werbeartikelideen:
Man kann auch ein wenig mit Werbeartikeln herumexperimentieren. So denke ich, sind Frisbees eigentlich ziemlich interessant, um diese während des Konzertes ins Publikum zu werfen.

Die Frisbees werden dann ja aufgehoben und wandern bei irgendjemanden bis zum nächsten Sommer in den Schrank, werden dann wieder irgendwann herausgeholt und der ein oder andere erinnert sich erstens an die coole Werbeaktion und dann natürlich an Euch, da Euer Bandlogo auf der Frisbee steht. Außerdem weckt die Frisbee natürlich auch wieder den menschlichen Spieltrieb, will heißen, man beschäftigt sich wieder mit Euch und somit habt Ihr wieder Euer Ziel erreicht.

Plektren bedruckt mit Eurem Logo sind mit Sicherheit auch ein interessantes Werbemittel. Allerdings ist das eher etwas für Eure „die hard“ Fans, die sich ganz intensiv mit Eurer Band auseinandersetzen. Feuerzeuge, Kugelschreiber, Eiskratzer usw. sind eventuell nicht so geeignete Werbeartikel für eine Band, es sei denn, sie passen zum Konzept der Band. Hieße Eure Band z.B. Eiszeit, wären Eiskratzer glaube ich eine ganz witzige Idee.

Der Verkauf:

Der Merchstand:

Probiert worden ist in diesem Sektor schon so einiges. Was sich aber über die Jahre bewährt und durchgesetzt hat, ist der klassische Merchstand auf dem Konzert, der dort auf keinen Fall fehlen darf. An diesem Stand solltet Ihr Eure Merchartikel gut in Szene gesetzt als Blickfang ausgelegt und aufgehängt haben und vor allem sollte dieser Stand den ganzen Abend über besetzt sein. Wichtig ist, dass alle Artikel sichtbar mit Preisen ausgestattet sind, damit nicht jeder erst fragen muss was kostet das Shirt, was kostet der Button usw.

Solltet ihr niemanden haben, der den ganzen Abend über an Eurem Stand Merch verkaufen kann, gibt es noch eine interessante Variante, bei der Ihr selbst Eurer Merch an den Mann oder an die Frau bringen könnt. Einen Bauchladen, mit dem Ihr gleich nach Eurem Gig durch das Publikum geht? Das klingt erstmal komisch, aber die Erfahrung zeigt, dass das ziemlich gut funktioniert, denn die Fans können so direkt angesprochen werden und haben dadurch auch gleich Kontakt direkt zu Euch. Nicht selten kommen dadurch auch interessante Gespräche zustande, wie die Leute Euer Konzert fanden usw. Somit bekommt Ihr auch eine engere Bindung zu Euren Fans. Diese Variante funktioniert allerdings nur auf kleineren Konzerten. Auf großen Konzerten wird es damit dann recht schwierig, da sollte man dann schon auf einen festen Merchstand zurückgreifen.

Der Onlineshop:

Natürlich sollte man auch versuchen, Merchandise über die eigene Website zu verkaufen. Geeignete kostenlose Shopsysteme findet ihr unter folgenden Links: Randshop oder XT:Commerce

Einkauf:
Abschließend wäre noch zu erwähnen, dass man als Band über den Merchverkauf meist mehr Geld generieren kann als über CD Verkäufe. Deshalb sollte man natürlich schauen, dass man so günstig wie möglich an die entsprechenden Artikel kommt. Allerdings sollte man sich auch nicht von extrem billigen Artikeln und Angeboten blenden lassen und doch mal ab und zu ein bisschen tiefer in die Tasche greifen und hochwertigere Artikel einkaufen. Der Fan wird es Euch danken, wenn z.B. das Shirt von seiner Lieblingsband nicht nach zweimal waschen komplett unbrauchbar ist oder der Aufkleber auf dem Auto nach zweimal Waschstrasse komplett runter ist.

Werbeartikel aller Art für den Bandbereich bekommt Ihr z.B. unter www.bandstuff.de!


Autor: Christian Ruhm, www.bandstuff.de

Christian Ruhm: Inhaber von www.bandstuff.de (Merchandise für Deine Band). Langjährige Erfahrung im Musikbiz als Musiker und Veranstalter Vorstand des Vereins zur Förderung der Rock und Popmusik Rhein Neckar e.V. Supportet durch Projekte wie die Big Noise Community die regionale Newcomerszene.

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