Interviews

0

Dieser Text stammt von Björn Springorum, Textchef bei Orkus!, freier Autor bei Stuttgarter Nachrichten, Metal Hammer, Classic Rock

Oh, Interviews. Die Königsdisziplin von Journalisten und Bands gleichermaßen. Nachwuchsbands freuen sich riesig über jeden, der sich für sie oder ihre Musik interessiert, alte Hasen und Superstars sehen sie als notwendiges Übel an – nicht selten umgehen sie sie sogar ganz. Da können selbst Titelstorys locken, für die andere Bands ihre Schwiegermütter verkaufen würden. Dabei ist das Interview noch immer der Kern hinter jeder Promotion und einer der besten Wege, um Aufmerksamkeit nicht nur von Fans, sondern auch von Leuten zu wecken, die noch nie etwas von eurer Band gehört haben. Im Folgenden soll umrissen werden, weshalb es sich lohnt, Interviews zu führen, was ein gutes Interview ausmacht und welche Regeln dabei zu beachten sind.
Bis zur Titelstory ist es nämlich ein ziemlich weiter Weg. Wo wäre auch der Reiz, wenn es anders wäre? Konkret bedeutet das, dass ihr nach aller Wahrscheinlichkeit erst mal einen ganzen Haufen kleiner Interviews in noch kleineren Publikationen führen müsst, bevor „die Großen“ auf euch aufmerksam werden. Ausnahmen sind natürlich auch hier die Regel, Vitamin B, Zufall, Glück oder unfassbar großes Talent können diesen Weg manchmal durchaus beschleunigen. Normalerweise gilt aber auch für Interviews das Prinzip, das ihr schon von Gigs kennt: Erst das Jugendhaus, dann das Uni, dann das LKA  – und so weiter.

Frage 1: Was ist ein Interview eigentlich?

Interviews geben oder führen kann doch eigentlich jeder. Könnte man denken. Man geht auf die Straße, stellt einem Passanten einige Fragen – und schon hat man ein Interview beisammen. Oder nicht? Nun, theoretisch gesehen ja, jedoch hat das herzlich wenig mit dem zu tun, was in der Welt des (Musik-)Journalismus tatsächlich unter diesem Terminus geführt wird – auch, wenn es etymologisch gesehen voll zutrifft. Geht man nämlich der Wortbedeutung auf den Grund, findet man heraus, dass das Wort „Interview“ vom lateinischen „inter-“ und „videre“ abzuleiten ist. Frei übersetzt bedeutet es, sich gegenseitig kurz zu sehen. Nicht sehr ergiebig.

Befragt man zusätzlich die Wikipedia, erfährt man, dass ein Interview „eine Befragung durch Fragesteller mit dem Ziel, persönliche Informationen oder Sachverhalte zu ermitteln“ ist. Hier stoßen wir gleich auf ein zentrales Element des Interviews: Es ist ein persönliches Gespräch, das nicht selten auch in die Privatsphäre vordringt. Umso wichtiger ist es deshalb, zu wissen, wie man sich gegenüber einen Interviewer zu verhalten hat und was sie oder er von einem erwartet. Letztlich sind es zumeist wildfremde Menschen, die die Fragen stellen. Und da kann es nicht schaden, vorbereitet zu sein.

Ein Interview ist ein persönliches Gespräch zwischen zwei eigentlich fremden Parteien.

Frage 2: Warum sind Interviews wichtig?

Die Frage liegt ja auf der Hand: Wieso sollte ich Interviews geben müssen, wenn ich doch eine Homepage habe, ständig auf Facebook vom Fortschritt im Studio („Tag 2: Bier gekauft“) berichte und ja sowieso eine ausführliche Bandbiografie geschrieben bekommen habe? Nun, wärt ihr Rammstein, würde ich sagen: Müsst ihr gar nicht! Aber wenn eure Facebook-Seite keine sechs Millionen Likes hat und ihr die Schleyer-Halle nicht in ein paar Minuten ausverkauft, gilt jede Form der Promotion als wichtig. Und Interviews ganz besonders. Seht es mal so: Im schlimmsten Fall gibt es nach einem geführten Interview eine Person (den Interviewer) mehr, die eure Musik kennt. Im besten Fall macht ihr aber ganze Heerscharen potentieller Fans auf eure Band aufmerksam. Noch dazu ohne Kostenaufwand von eurer Seite! Es ist dennoch nur zu gut verständlich, wenn ihr keine große Lust dazu verspürt, ständig über eure Musik, eure Texte oder die abgefahrene Frisur eures Sängers zu reden, wenn ihr eigentlich Songs schreiben könntet. Dann solltet ihr aber zumindest ernstlich in Erwägung ziehen, wirklich nur für euch Musik zu machen. Und in diesem Fall braucht ihr weder das Popbüro, noch diesen Guide – geschweige denn ein Interview.

Ein Interview ist kostenlose Promotion für eure Band.

Frage 3: Welche Interviewarten gibt es?

Wie in Frage 1 deutlich wurde, ist die Definition des Interviews nicht gerade einfach. Gehen wir für diesen Guide aber der Einfachheit halber von der im Musikbusiness gebräuchlichsten und auch von mir am meisten verwendeten Interviewform aus: Das musikjournalistische Interview. Derlei Interviews führe ich seit etwa 13 Jahren, seit zehn Jahren bei nationalen Print-Musikmagazinen. Im Laufe dieser Jahre sind hunderte Interviews mit hunderten Bands zusammengekommen. Vom Viertelseiter bis zum 32-seitigen Extraheft – vom blutjungen Newcomer bis zum exzentrischen Superstar. Vom Mail-Interview bis zu einem gemeinsamen Abendessen – ein Überblick:

3.1    Das Email-Interview

Eine sehr gebräuchliche und (für den Interviewer) gewiss verführerisch zeitsparende Variante des Zwiegesprächs. Der Interviewer schickt euch schnell ein paar Fragen, ihr beantwortet sie, schon ist das Interview fertig. Ob es etwas taugt, ist allerdings zu bezweifeln. Was zur Unterfütterung eines Artikels im Fließtext (Thema beispielsweise „Spotify – Fluch oder Segen?“) durchaus Sinn ergibt und deutlich zeitsparender ist, als allen Gesprächspartnern, von denen man kurze Statements verwenden möchte, hinterherzutelefonieren, kann bei einem richtigen Interview schnell schiefgehen, weil die Möglichkeit des Hinterfragens fehlt. Es findet kein wirkliches Gespräch statt, was ein schlampig und ohne Mühe geführtes Email-Interview mit der fiktiven Punk-Band Gegenseite schnell zu so etwas werden lassen kann:

Frage: Eure erste EP heißt „Nieder mit dem Staat“. Was genau habt ihr gegen den deutschen Staat?

Antwort: Ach, zunächst mal geht es im Titeltrack um totalitäre Regime, die ihre Bürger einschränken. An Deutschland haben wir dabei gar nicht gedacht. Klar ist nicht alles toll hier, doch das hat nichts mit dem Konzept der EP zu tun.

Frage: Habt ihr schon mal überlegt, auszuwandern, weil euch der deutsche Staat einfach zu sehr nervt?

Antwort: Wie bereits oben gesagt: Es geht nicht um Deutschland!

Was bei einem telefonischen oder persönlichen Interview nie passiert wäre, ist in Mail-Interviews ohne die Möglichkeit der Rück- oder Zwischenfrage nie der Fall. Das Schlimme daran: Es kann durchaus passieren, dass ein fauler Schreiber das Interview genau so übernimmt und nicht überarbeitet. Auch ohne einen Fauxpas wie diesen, erweckt ein Mailinterview selten den Zweck, ein tatsächliches Gespräch zu sein – also das, was der Leser eigentlich erwartet. Die Übergänge fehlen, es gibt keinen Gesprächsfluss, eigentlich interessante Aussagen werden nicht hinterfragt oder weitergeführt. Als Beispiel dienen wieder die Punks von Gegenseite:

Frage: Was steckt hinter der Nummer „Sushi für Somalia“?

Antwort: Der Spendenwahn unseres Gutbürgertums. Kirchen sammeln Geld, um Bibeln nach Vietnam zu schaffen. Bibeln! Wie wäre es denn vielleicht mit Essen oder Schulen? Der Songtitel bezieht sich dabei auf eine drastische Erfahrung, die unser Drummer in Somalia machen musste.

Frage: Werdet ihr bald mal live spielen?

Jeder normale Interviewer hätte in einem persönlichen Gespräch sofort nachgehakt (obwohl es auch da Sonderfälle gibt; siehe unten: „Der Interviewer“), in einem einmaligen Mailverkehr geht diese gewiss spannende Anekdote unter.

Dabei können Fälle wie diese einfach vermieden werden. Entweder, ihr denkt als Band selbst einen Schritt weiter und handelt so, als hätte der Interviewer tatsächlich die Frage nach den Vorkommnissen in Somalia gestellt. Oder ihr bittet ausdrücklich, dass der Interviewer nach eurer Beantwortung der ersten Fragerunde einige Ergänzungsfragen nachschießt. Oftmals kommt hier eine Deadline in die Quere, was für Bands umso mehr ein Anreiz sein sollte, Mailinterviews so schnell wie möglich zu beantworten.

Fazit: Insbesondere wenn ihr stark eingespannt seid, vielleicht gerne etwas länger über das nachdenkt, was ihr von euch gebt, oder in Sachen Ausdruck (eventuell auch auf Englisch) nicht 100%ig sicher seid, hat diese Art des Interviews durchaus seine Vorteile. Vorausgesetzt, man beachtet die oben erwähnten Besonderheiten. Wichtig ist nur, dass ihr bei „Mailern“ nie zu erwähnen vergesst, wer das Interview geführt hat.

3.2 Das telefonische Interview

Das Telefoninterview, von trendbewussten Menschen gern „Phoner“ genannt, ist wohl die gebräuchlichste Interviewform. Sie ist persönlicher als der „Mailer“, gibt Gelegenheit zur Nachfrage und lässt einen richtigen Gesprächsfluss entstehen. Natürlich ist es nicht mit einem persönlichen Gespräch unter vier Augen zu vergleichen, wirkt aber deutlich flüssiger und hat den Vorteil der direkten Nachfrage. Natürlich solltet ihr schon vorher ungefähr wissen, was ihr erzählen möchtet, denn lange Schweigepausen oder ewiges Herumdrucksen werfen nicht das allerbeste Licht auf euch. Dem kann natürlich geholfen werden, wenn ihr euch vorher die Fragen schicken lasst, um vorbereitet zu sein. Allerdings muss gesagt werden, dass nicht alle Interviewer die Kunst des Gesprächsflusses verinnerlicht haben und teilweise trotzdem stur einen Fragenkatalog abarbeiten (siehe „Der Interviewer“).

3.3 Das persönliche Interview

Ein persönliches Gespräch – im Fachjargon „Face to Face“ – ist die beste Ausgangssituation für ein lesenswertes, denkwürdiges Interview. Für Material, das in Zeitschriften wie „Interview“ oder auf dem Biography Channel auftaucht. Ein tiefgehendes, spannendes, aufschlussreiches und persönliches Gespräch zwischen zwei Menschen, die beide genau wissen, was sie tun. Letztlich liegt darin natürlich schon wieder eine Schwierigkeit, doch für uns Interviewer ist die Möglichkeit eines Gesprächs unter vier Augen die beste Gelegenheit, eine tolle Story daraus zu formen. Umso mehr müsst ihr natürlich darauf achten, wie ihr euch gebt. Und da zählt alles, denn wenn wir einen guten Job machen, achten wir auch auf alles. Schlagt ihr einen Treffpunkt vor? Dann sollte er wohl überlegt sein. Was zieht ihr an? Wie gestikuliert ihr, was zieht eure Aufmerksamkeit auf euch… im Prinzip ist das ein wenig wie bei einem Blind Date: Man kennt sich nicht, tastet sich vorsichtig vor, achtet genau darauf, wie der andere sich verhält. Das ist spannend, aber eben auch sehr persönlich. Ich kenne Musiker, die erst nach zehn Jahren im Geschäft ein Interview unter vier Augen gegeben haben, weil sie die Sicherheit eines Mailinterviews nicht aufgeben wollten. Doch es lohnt sich, denn ihr könnt dem Interviewer deutlich schneller, besser und nachdrücklicher vermitteln, was ihr eigentlich aussagen wollt. Und ein Bierchen zusammen zu trinken hat noch nie geschadet. Übrigens: Zahlen müsst ihr das nicht, lasst euch einladen!

Jede Interviewart hat Vor- und Nachteile, ist letztlich auch Geschmackssache. Mailer sind für unsichere Musiker durchaus von Vorteil, bei einem persönlichen Gespräch sollte man aber sicher sein und genau wissen, was man erzählen wird.

Frage 4: Welche Interviewer gibt es?

Jede Band ist unterschiedlich. Ebenso geht jeder Interviewer anders an seine Arbeit heran. Da man als Band oft vorher nicht weiß, mit wem man es zu tun bekommt, ist es letztlich schwer bis unmöglich, sich entsprechend vorzubereiten. Sicher, nach einigen Jahren im Geschäft kennt man viele Interviewer und läuft sich auch auf Konzerten oder Festivals über den Weg, insbesondere am Anfang eurer Karriere ist das aber wahrscheinlich noch nicht der Fall. Und lasst euch eines gesagt sein: Mehr als ein Interviewer hält sich für einen größeren Rockstar als euch. Ganz allgemein gilt es also, bei diesen drei beispielhaften Interviewern ruhig zu bleiben und professionell über den Dingen zu stehen. Die gute Nachricht: Der überwältigende Großteil der Interviewer ist nett, höflich, zuvorkommend und ehrlich interessiert.

4.1. Der Abhaker

Wie bereits im Kapitel „E-Mail-Interviews“ erwähnt, prescht der Abhaker durch ein Interview wie ein Stier durch die Straßen von Pamplona. Als wäre er eine Maschine, fragt er etwas, wartet eure Antwort ab und geht dann gleich zu seiner nächsten Frage über – ganz gleich, was ihr erzählt habt. Er hält sich um jeden Preis an seinen Fragenkatalog, hält sich nicht mit Zwischenfragen auf und gibt auch sonst nicht viel auf Kommunikation. Viel tun könnt ihr dagegen nicht, also nehmt die Sache mit Humor.

4.2 Der Szenepapst

Da ruft ihr ihn also an. Gottfried Günzelsen, Halbgott des geschriebenen Wortes, enger Freund von James Hetfield und Trauzeuge von Jon Bon Jovi. Klar, dass ihr ihm nichts erzählen könnt. Er weiß eigentlich schon alles – und gibt euch das Gefühl, dass das bei euch nicht so ist. Gönnerhaft wird er den fairen Szenegott raushängen lassen, seine Arroganz in Hilfsbereitschaft verpacken („Ich frag James mal, ob sie einen Support für Stuttgart brauchen, klar!“) und gar nicht wirklich zuhören. Hier ist es noch wichtiger, Ruhe zu bewahren. Auch, wenn er nicht so wichtig ist, wie er tut, will man es sich mit so einem nicht verscherzen.

4.3 Der Arbeiter

Er hat keinen Bock auf das Interview. Es ist ihm egal, worum es in euren Songs geht oder wieso ihr diesmal in einem anderen Studio aufgenommen habt. Teilnahmslos fragt er, schreibt seinen Artikel und hat euch danach wahrscheinlich schon wieder vergessen. Das ist nervig, klar. Denn immerhin will man ja über seine Musik sprechen, die so ziemlich das Wichtigste auf der Welt ist. Doch eines dürft ihr nicht vergessen: Vielleicht wollte er das Interview nicht machen, hatte aber keine andere Wahl. Letztlich ist dieses Business für viele Menschen der tägliche Broterwerb, und da kann man nicht immer volle Euphorie erwarten. Zumal er wahrscheinlich nicht auf Bon Jovis Hochzeit eingeladen war.

Was es auch ist: Bewahrt Ruhe bei einem Interview, bleibt höflich und professionell und seht die Sache mit Humor. Das macht eine gute Band aus. Alles müsst ihr euch natürlich nicht gefallen lassen, wie im Kapitel „Extremsituationen“ aufgeführt ist.

Frage 5: Wie gebe ich mich in einem Interview?

Um diese Frage zu beantworten, müsst ihr zunächst geklärt haben, wie ihr euch generell als Band geben wollt. Die „corporate identity“ einer Band ist wichtig und trägt viel zu eurem Wiedererkennungswert bei. Wenn ihr ein Interview gebt, solltet ihr dabei also nie vergessen, dass ihr das gerade als Teil eurer Band gebt und nicht als Privatperson.

Spielt ihr in einer diabolischen Black Metal-Band, solltet ihr zumindest gründlich darüber nachdenken, ob ihr mit einem Strahlen vom gemeinsamen Ausflug in den Europa Park erzählt. Letztlich geht es aber einfach um Fingerspitzengefühl, denn wenn ihr eine Band seid, die sich nicht bierernst nimmt, kann man eine solche Anekdote durchaus mal einstreuen. Die Voraussetzung ist dann eben, dass ihr durch eure corporate identity schon klar gemacht habt, dass ihr zum Lachen nicht in den Keller geht.

Obwohl ich eigentlich gegen Raster bin, sollte man zumindest ein bandeigenes Raster anlegen und nicht in einem Gespräch religionskritisch zu Felde ziehen, um dann in einem anderen die große Harmonie raushängen zu lassen. Selbiges gilt für euer generelles Verhalten: Seid ihr auf der Bühne eine Rampensau, die mit markigen Sprüchen um sich wirft, solltet ihr im Interview nicht wie ein lammfrommer Musterschüler erscheinen. Eine merkwürdige Ausnahme bilden da Comedians. Die tun auf der Bühne immer, als wären sie die witzigsten Leute der Welt, erweisen sich in Interviews aber als absolute Langweiler. Und das ist, mit Verlaub, uncool.

Tretet als Band immer so auf, wie ihr auch wahrgenommen werden wollt.

Frage 6: Wie verhalte ich mich in Extremsituationen?

Wie weiter oben bereits angedeutet wurde: Ihr müsst euch nicht alles gefallen lassen. Fühlt ihr euch ungerecht behandelt, beleidigt, lächerlich gemacht oder schlichtweg nicht ernst genommen, so beendet das Gespräch höflich und bestimmt. Lasst euch einen anderen Gesprächspartner zuteilen, denn letztlich ist ein Interview zu wichtig, als dass man es leichtfertig „aussitzen“ sollte. Für uns auf der anderen Seite gilt das übrigens auch: Wer die ganze Zeit nicht die Sonnenbrille abnimmt, offensichtlich Kaugummi kaut oder abwesend wirkt, bekommt im Artikel eventuell sein Fett weg. Längst nicht alle Zeitschriften praktizieren die Interviewfreigabe, die euch noch mal die Möglichkeit gibt, das Gesagte in schriftlicher Form abzusegnen. Fragt danach, wenn es euch lieber ist. Wir mögen es nicht, können aber nichts dagegen tun.

Verhaltet euch in Interviews so, wie ihr es von eurem Gegenüber erwartet. Beide wollen etwas voneinander.

Zusammenfassung:

– Ein Interview ist ein persönliches Gespräch zwischen zwei eigentlich fremden Parteien.
– Ein Interview ist kostenlose Promotion für eure Band.
– Jede Interviewart hat Vor- und Nachteile, ist letztlich auch Geschmackssache. Mailer sind für unsichere Musiker durchaus von Vorteil, bei einem persönlichen Gespräch sollte man aber sicher sein und genau wissen, was man erzählen wird.
– Was es auch ist: Bewahrt Ruhe bei einem Interview, bleibt höflich und professionell und seht die Sache mit Humor. Das macht eine gute Band aus.
– Tretet als Band immer so auf, wie ihr auch wahrgenommen werden wollt.
– Verhaltet euch in Interviews so, wie ihr es von eurem Gegenüber erwartet. Beide wollen etwas voneinander.

Ein letzter Extratipp: Übung macht den Meister. Stellt euch einfach selbst gegenseitig Interviewfragen und übt das persönliche Gespräch. Wirkt Wunder!

Autor: Björn Springorum

Als Vorbereitung auf sein mittlerweile mehr als
abwechslungsreiches Leben studierte Björn Anglistik und Geschichte.
Vor zehn Jahren stieg er beim Musikmagazin Orkus ein und arbeitete dort viele Jahre als fester freier
Mitarbeiter. Seit Ende 2009 ist Björn Textchef und kümmert sich u.a. um vom Orkus präsentierte Festivals.
Nebenbei ist Björn freier Journalist bei Prinz, beim Metal Hammer und den Stuttgarter Nachrichten. Bei den Good News leitet er das Ressort Kultur. weil Björns Tage entgegen derer anderer Menschen offensichtlich 36 Stunden haben, wurschtelt er auch bei Piranha, dem Classic Rock oder dem Blast! Magazine mit und verfasst Pressetexte für Plattenfirmen und Bands. Um seinen Schlafmangel energetisch auszugleichen schreibt Björn Bücher und trinkt guten Wein.

Share.

Leave A Reply