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  • Versicherungstipps

  • Das Grundprinzip der KSK

  • Vorraussetzungen für KSK
  • KÜNSTLERSOZIALKASSE - KSK - die Sozialversicherung für Künstler und Publizisten.

    Selbständige Künstler und Publizisten im Kunst- und Medienbereich sind auf dem Arbeitsmarkt besonderen Bedingungen unterworfen. Aufgrund ihres ungewissen und stark schwankenden Einkommens, bleiben essentielle Sachen wie beispielweise die eigene Vorsorge für Krankheit und Alter sowie die Versicherung, auf der Strecke. Um diesem Umstand abzuhelfen, hat die Bundesregierung in den 70er Jahren das Projekt Künstlersozialkasse (KSK) ins Leben gerufen, um die betroffene Gruppe von selbständigen Künstlern und Publizisten ähnlich abzusichern wie normale Arbeitnehmer mit geregeltem Einkommen.

    Das Grundprinzip der KSK ist einfach: um die Finanzierung der Beiträge für Renten- und Krankenversicherung zu erleichtern, zahlt die Künstlersozialkasse 50 % der Beitragshöhe als Zuschuss. Die Zuschüsse können durch die Einnahmen der Künstlersozialabgaben ermöglicht werden. Diese Abgaben müssen alle Unternehmen leisten, welche regelmäßig künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten: Bühnen, Verlage und Museen ebenso wie TV-Produktionsfirmen oder Musikschulen. Abgabepflichtig sind aber auch die sog. Eigenwerber, also Unternehmen und Einrichtungen, welche Werbung für sich betreiben und freie Grafiker, Designer, Texter oder Fotografen hiermit beauftragen. Das Geld für Euch kommt also von Euren Nutzern.

    Für welche Berufsgruppe dieser besondere Umstand zutrifft ist von der KSK sowie von Seiten des Gesetzgebers recht spärlich definiert. Es heißt lediglich, dass Kunst das Ausüben, Schaffen oder Lehren von Musik, darstellender Kunst oder bildender Kunst sei. Was aber darstellende Kunst oder bildende Kunst sind, wurde ebenso wie der Begriff der Publizistik der Ausarbeitung durch die Praxis der Verwaltung und Gerichte überlassen. Diese Definitionsproblematik führt zwangsläufig dazu, dass jeder, der sich über KSK absichern möchte, individuell auf seine künstlerische Tätigkeit geprüft wird. Im Laufe der Jahre hat sich in der Rechtsprechung herausgebildet, dass Kunst stets ein „Mindestmaß eigenschöpferischer Gestaltung“ erfordere. Wer nichtschöpferisch tätig wird - wobei ein geringes Niveau ausreicht - ist nicht Künstler im Sinne des KSVG.

    Wer nach eingehender Prüfung der Künstlersozialkasse als Künstler oder Publizist über die KSK versichert wird, zahlt monatlich Beiträge an diese. Und hier entsteht das erste Problem, denn die Höhe des Monatsbeitrags errechnet sich aus dem Jahreseinkommen.


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